Die Chorgemeinschaft Cantate Domino

Chor Cantate Domino, Rossini-MesseRegelmäßig zu Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt, Erntedank und anderen Gelegenheiten gestaltet die Chorgemeinschaft "Cantate Domino" die Gottesdienste musikalisch. Daneben stehen aber auch besondere Konzertauftritte auf dem Programm, wozu Gastsänger und Sängerinnen aus andern Chören der Umgebung willkommen sind. So konnte den Freunden der geistlichen Chormusik in den vergangenen Jahren mancher Hörgenuß vermittelt werden: geistliche Chorsätze quer durch die Jahrhunderte, aber auch größere Werke wie Schuberts Messe in G-Dur oder Händels Psalmvertonung "Laudate Pueri", die die Chöre gemeinsam mit Instrumentalisten und auswärtigen Solisten aufführten.

Ein Höhepunkt der Chorarbeit aber war bisher die deutsche Erstaufführung von Alessandro Scarlattis Psalmvertonung "Dixit Dominus". Die Partitur lag bis 1993 nur in einer zeitgenössischen Abschrift in einem Mailänder Archiv vor. Kantor Schwarz und seine Frau übertrugen die Handschrift in den Computer, sahen sie kritisch durch und studierten das Werk ein, das im Februar 1994 in Breckenheim und Bierstadt mit großem Erfolg und publizistischer Beachtung erklang.

Chor Cantate Domino, Rossini-MesseAm zweiten Advent 1996 sang die Chorgemeinschaft, unterstützt von vielen Sängerinnen und Sängern aus dem Rhein-Main-Gebiet in der Evangelischen Kirche Wiesbaden-Delkenheim Bachs Weihnachtsoratorium, im Jahr 1998 Mozarts Requiem d-moll und im Jahr 2000 Händels "Messias", in den Folgejahren Bachs "Johannespassion", Haydns "Schöpfung" und Felix Mendelssohn Bartholdys Paulus in der Wiesbaden-Bierstadter Kirche St. Birgid und 2012 Rossinis "Petite Messe Solennelle" in der frisch renovierten Evangelischen Kirche Wiesbaden-Bierstadt. Im Jahr 2013 folgte dort eine Aufführung von Vivaldis "Gloria" und Bachs "Ratswahlkantate", im Jahr 2014 ein Programm mit Motetten und Kantaten von Felix Mendelssohn Bartholdy. Für Ende 2014 ist Saint-Saens "Oratorio de Noel" geplant.

Chor Cantate Domino, Mozart-RequiemMit seiner Chorarbeit verfolgt Kantor Schwarz den vor einigen Jahren eingeschlagenen Weg, abseits der Kulturbrennpunkte ambitionierte Musik dahin zu bringen, wo die Familien, Nachbarn und Freunde der Sängerinnen und Sänger leben. Solche Höhepunkte können unter den gegebenen Umständen von Gemeindechören nicht in Serie produziert werden. Sie zeigen aber die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit von Kirchenchören auf, die durchaus in der Lage sind, kulturelles Leben in einer Stadt akzentuiert mitzugestalten.